Erklärung der Scharni38 zur Auflösung des Schnarup-Thumby Kollektivs

„Wir, die diese Auflösungserklärung abgeben, sind der Meinung, in Zukunft ein solches Kollektiv gründen zu können auf einer Basis, die sich zuerst als Schutzraum und erst dann als Freiraum versteht. Auch wenn Teile des Kollektivs diese Auflösungserklärung nicht verstehen bzw. ablehnen, so betrachten wir es dennoch als unsere Aufgabe ein Plenum zu bilden, … (Scharni38)

Innerhalb des Schnarup Thumby fanden bereits seit dem letzten Sommer regelmäßig Vollversammlungen parallel zu den regulären Plena statt, die eine Lösung für die jahrelange interne Krise finden sollte. Nachdem diese ganzen VV’s leider keine konstruktive Lösung brachten, sind Teile des sogenannten Kollektivs an den Punkt angelangt, sich dem Unausweichlichen zu stellen, in das uns die bisher intern gelaufene Debatte unmißverständlich geführt hat: In die Auflösung des Kollektivs. Die Punkte:

1.) Wir sind seit langem schon an einem Punkt angelangt, an dem sämtliche Debatten im Kreis verlaufen und keinerlei Konsens möglich ist.

2.) Mit dem Dauerstreit auf den VVs und dem reinen Pragmatismus bei geringer BesucherInnenanzahl auf den eigentlichen Kneipenplena wird nur versucht, das inzwischen unvermeidbare hinaus zu zögern.

3.) Wir sind nicht mehr miteinander arbeitsfähig, weil bei dieser Art von Praxis jede inhaltliche Auseinandersetzung auf der Strecke des Streits liegen bleibt.

4.) Die Alternative sich weiter etwas vorzumachen und sich einmal pro Monat zu Streiten heißt, daß wir das Kollektiv in diesem Zustand der Lähmung halten.

5.) Wir wollen kein Kollektiv mehr was aus einzelnen Gruppen besteht, die ihre verschiedenen Interessen gegeneinander ausspielen, sondern ein Kollektiv aus Individuen, welche miteinander konsensfähig sind.

Erklärung der Scharnweberstr. 38 BewohnerInnen zur Auflösung des Schnarup-Thumby Kollektivs

Wir, die diese Auflösungserklärung abgeben, sind der Meinung, in Zukunft ein solches Kollektiv gründen zu können auf einer Basis, die sich zuerst als Schutzraum und erst dann als Freiraum versteht. Auch wenn Teile des Kollektivs diese Auflösungserklärung nicht verstehen bzw. ablehnen, so betrachten wir es dennoch als unsere Aufgabe ein Plenum zu bilden, um ein solches arbeitsfähiges Kollektiv zu gründen. Das alte nicht mehr miteinander funktionierende „Kollektiv“ sollte dem neuen Kollektiv nicht mehr im Wege stehen, denn so wie es bis jetzt lief, gibt es bereits seit sehr langer Zeit kein Kollektiv mehr.

Das Haus und diverse TeilnehmerInnen aus dem jetzigen sogenannten Kollektivs des Schnarup Thumby.